Forschungsgrundlage · Lern- und Kognitionspsychologie

Jede Entscheidung
hat einen Grund.

Encognition ist nach Erkenntnissen der Lernforschung gebaut. Hier stehen die Prinzipien, auf die wir uns stützen — und die Arbeiten dahinter. Wo die Evidenz begrenzt ist, sagen wir es.

Scroll

Das Problem mit Lernen

Wissen, das nicht aktiv abgerufen wird, verblasst. Nicht irgendwann. Sofort.

Die meisten Lern-Apps trainieren das Wiedererkennen. Du liest, scrollst, markierst — und glaubst, du lernst. Dabei misst du nur, ob du etwas schon mal gesehen hast.

Echtes Lernen ist anstrengend. Es heißt: Wissen aus dem Nichts rekonstruieren, bevor du sicher bist, ob du es noch weißt. Genau das nennt die Forschung „Desirable Difficulty" — erwünschte Schwierigkeit.

Encognition ist von Grund auf für diesen Moment gebaut.


10 Prinzipien

Zehn Entscheidungen. Ein Ziel:
Wissen, das haftet.

01
Spaced Repetition mit FSRS-5
Der FSRS-5 Algorithmus berechnet für jede Karte individuell, wann sie wieder erscheinen muss — exakt dann, wenn die Abrufwahrscheinlichkeit noch bei ca. 90 % liegt. Nicht früher. Nicht später.
02
Aktiver Abruf, über 15 Formate
Kein Umdrehen, kein Lesen, kein passives Scrollen. Alle Aufgabenformate, mehr als 15, erzwingen, dass du Wissen selbst rekonstruierst. Du erinnerst dich, weil du es selbst generiert hast — nicht weil du es gesehen hast.
03
Elaboration statt Auswendiglernen
Analogien bilden, Wissen in Emojis komprimieren, Schlagzeilen erfinden — diese Formate lassen sich nicht lösen, ohne den Inhalt wirklich durchdrungen zu haben. Oberflächliches Erinnern reicht nicht.
04
Dual Coding
Scribble Mnemonics lassen dich Konzepte zeichnen, während du sie lernst. Der Focus Context zeigt dir das Originalzitat aus deiner PDF jederzeit — zwei Kanäle, eine tiefere Gedächtnisspur.
05
Cognitive Load kontrolliert
PDFs werden regelbasiert in Abschnitte von ca. 1.800 Zeichen aufgeteilt — an Überschriften, Absätzen und Listenstrukturen orientiert. Jede Karte hat genau den Kontext, den sie braucht. Nicht mehr.
06
Interleaving
Der Feed mischt Aufgaben aus verschiedenen Decks und variiert die Formate — von Wiedererkennen bis zur kreativen Anwendung. Weil dein Gehirn durch Abwechslung unterscheiden lernt, nicht durch stures Wiederholen.
07
Synaptische Konsolidierung
Alle 15 Karten kommt eine Pause — ob du willst oder nicht. Kurze Stille nach dem Lernen ist kein Luxus: Die Konsolidierungsforschung legt nahe, dass das Gehirn genau diese Momente nutzt, um Gelerntes zu stabilisieren.
08
Räumliche Verortung
Das Wissens-Grid zeigt alle Karten auf einem festen, zweidimensionalen Canvas — nach Topics sortiert. Die Minimap in jeder Aufgabe zeigt dir, wo du gerade bist. Dein Gehirn braucht Anker, um Wissen zu vernetzen.
09
Keine hohle Gamification
Kein Leaderboard, kein Streak, keine Punkte. Extrinsische Belohnungen können intrinsische Motivation langfristig untergraben. Der Fortschrittsindikator zeigt nur, was zählt: wie viele fällige Karten du heute bearbeitet hast.
10
Metakognition by Design
Die SRS Progress View zeigt exakt, was neu, fällig und gelernt ist. Wer seinen Lernstand nicht kennt, überschätzt sich systematisch. Diese Transparenz ist kein nettes Extra — sie ist Grundvoraussetzung für intentionales Lernen.
Alle Entscheidungen sind durch Forschung gedeckt.
Keine Animation ohne Grund. Kein Format ohne Studie. Alle Quellen ↓

Forschungsgrundlage

Keine Intuition. Belegbare Prinzipien.

Jedes Prinzip stützt sich auf publizierte Forschung. Die Studien belegen die Lernprinzipien — sie sind kein Wirkungsversprechen über diese App.

Spaced Repetition Cepeda et al., 2006
Testing-Effekt Roediger & Karpicke, 2006
Desirable Difficulties Bjork & Bjork, 2011
Levels of Processing Craik & Lockhart, 1972
Encoding Specificity Tulving & Thomson, 1973
Dual Coding Paivio, 1971
Multimedia Learning Mayer, 2001
Cognitive Load Theory Sweller, 1988
Working Memory Baddeley & Hitch, 1974
Synaptic Tagging Frey & Morris, 1997
Memory & Sleep Diekelmann & Born, 2010
Konsolidierung im Wachzustand Mylonas et al., 2024
Selbstbestimmungstheorie Deci & Ryan, 2000
Korrumpierungseffekt Deci, Koestner & Ryan, 1999
Spatial Memory Sanchez & Wiley, 2009
Effective Learning Techniques Dunlosky et al., 2013
Illusions of Competence Koriat & Bjork, 2005

Quellenverzeichnis

Die Studien im Detail.